Der CBMF
was Sie über uns wissen wollten


Navigation:

  1. Gender Mainstreaming
  2. Leitbild, Visionen
  3. Hintergrund, Ausgangslage, Problemlösung
  4. Zielgruppe
  5. Personelle Situation
  6. Schulungen
  7. Freiwilligenpass
  8. Abstimmung der Angebotsstruktur
  9. Öffentlichkeitsarbeit
  10. Netzwerke
  11. Vermeidung von Doppelgleisigkeiten
  12. Qualitätssicherung
  13. Zielsetzung, Ausrichtung
  14. Zentrale Leistungselemente zur Zielerreichung: (qualitativ und quantitativ)

Gender Mainstreaming:



Wir ersuchen um Verständnis dafür, dass wir in folgendem Text auf die Verwendung von sprachlichen Bezeichnungen für beide Geschlechter verzichten.
Für uns als Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung stehen Frauen und Männer mit Behinderung gleichermaßen im Mittelpunkt. Unsere Haltung schließt sowohl Bevorzugungen als auch Benachteiligungen einzelner Personen grundsätzlich aus.
Unser größtes Anliegen ist es, dass unsere Texte für ALLE Menschen lesbar und verständlich sind. Wir verwenden daher im nachfolgenden Text nur die männliche Form, sprechen damit aber sowohl Männer als auch Frauen an!


Zurück zu der Navigation.

Leitbild, Visionen:



Das vorliegende Leitbild, deren Entwicklung viele Diskussionen vorausgegangen sind, ist das Ergebnis eines selbstkritischen Beurteilungs- und Veränderungsprozesses, aus dem letztendlich folgende Zielsetzungen entstanden sind:
  • Wir, der Verein CBMF - Club behinderter Menschen und ihrer Freunde, und unsere Arbeitsausrichtung werden von Menschen mit Behinderung maßgeblich mitbestimmt und –getragen.
  • Ausgehend vom Ursprung als kleine, lokal agierende Selbsthilfegruppe haben wir uns zu einem der größten Freizeitanbieter für Menschen mit Behinderung entwickelt.
  • Wir werden uns, wie schon in den vergangen zwölf Jahren, weiterhin bemühen, adäquate Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung zu schaffen sowie deren Integration in die Gesellschaft und die Selbständigkeit zu fördern.
  • Die traditionellen CBMF-Grundsätze „Hilfe zur Selbsthilfe – Empowerment“ und „Hilfe durch selbst Betroffene – Peer Counseling“ sind für unsere Tätigkeit die wesentlichste Ausrichtung.
  • Unser Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, nimmt Einfluss auf die Gestaltung von Rahmenbedingungen.
  • Unser Ziel ist es, die selbstbestimmte und gleichberechtigte Lebensführung von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.
  • Wir verstehen uns als Interessenvertretung, deren Mitglieder aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation von behinderten Menschen eintreten.
  • Wir halten Verständnis, Solidarität und Toleranz für wesentliche Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens und sehen diese Werte als Grundstein für vollumfangliche Integration und Chancengleichheit für behinderte Menschen.
  • Wir verstehen es als unsere Verantwortung, in der Öffentlichkeit Bewusstsein für die Probleme behinderter Menschen zu schaffen.
  • Wir liefern mit unserer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Sozialsystems.

Zurück zu der Navigation.

Hintergrund, Ausgangslage,Problemlösung:



Hintergrund:


In Wien leben rund 10 % der Bevölkerung mit einer oder mehreren Behinderungen. Aus diesem Hintergrund halten wir die Umsetzung unserer im Leitbild festgehaltenen Zielsetzungen für wichtige und wesentliche Schritte, um ein besseres Verständnis und Miteinander zu erreichen. Nur so kann der in der Öffentlichkeit gern verwendete Werbeslogan „Miteinander findet Stadt“ auch mit Leben erfüllt werden.
Genauso wie es in einer multikulturellen Vorzeigestadt wie Wien einfach dazu gehört Verständnis und Toleranz gegenüber allen Mitmenschen zu leben, soll dieser Grundsatz auch für Menschen mit Behinderung gelten, um nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Eine breite Plattform des Zusammenhaltes und des Miteinanders zu schaffen ist daher nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern auch ein Mittel sich erfolgreich gegen die Tendenz „gut, stark, erfolgreich und die anderen gehen uns nichts an“ zu stellen.

Ausgangslage:


Aufbauend aus diesen Hintergründen erachten wir es als wichtig, zu den in Wien qualitativ und quantitativ bestens abgedeckten Lebenssäulen Arbeit und Wohnen auch im Freizeitbereich behinderter Menschen ein adäquates und umfassendes Angebot zu schaffen. Schließlich soll Behindertenarbeit in allen Lebensbereichen Niederschlag finden.
Für die Lebenssäulen Arbeit und Wohnen gibt es für Menschen mit Behinderung einen rechtlichen Anspruch, sodass in diese Lebensbereiche beachtliche öffentliche Geldmittel fließen und es daher ein dem Bedarf entsprechendes Angebot gibt.
Die Lebenssäule Freizeit stellt jedoch eine freiwillige Leistung der öffentlichen Hand dar. Dieses Faktum, keinen gesetzlichen Anspruch auf diese Leistung zu haben, schafft naturgemäß wenig bis keinen Anreiz in diesem Bereich aktiv tätig zu werden. Schließlich können freiwillig zuerkannte Förderungen auf Grund fehlender gesetzlicher Grundlagen jederzeit wieder aufgehoben bzw. gestrichen werden, und machen mittel- und langfristige Konzepte bzw. Planungen unmöglich.

Problemlösung:


Obwohl Freizeit und gesellschaftliche Integration behinderter Menschen genau so ein soziales Grundbedürfnis wie Wohnen oder Arbeit darstellt, gab es vor 12 Jahren – vermutlich aus oben dargestellten Gründen - für Menschen mit Behinderung kaum adäquate Freizeitangebote.
Unser Verein „CBMF – Club behinderter Menschen und ihrer Freunde“ ist daher im Jahr 1994 mit dem Ziel und der Entschlossenheit angetreten, diese Lücke zu schließen und verschiedenste Angebote für den Freizeitbereich behinderter Menschen zu erschließen sowie die Integration in die Gesellschaft und Selbständigkeit zu fördern.
Mit vielen für Menschen mit Behinderung am freien Markt nicht vorhanden gewesenen, und daher von unserem Verein kontinuierlich umgesetzten Freizeitprojekten (Integrationscafe, Reisebus für Rollstuhlbenützer, barrierefreies Internetcafe, etc.), ist es uns in Wien in den vergangenen 12 Jahren gelungen, eine Infrastruktur im Freizeitbereich behinderter Menschen aufzubauen und damit auch die Lebensqualität behinderter Menschen wesentlich zu verbessern.

Mittlerweile sind wir im Wiener Raum einer der größten Anbieter von Freizeitaktivitäten!



Zurück zu der Navigation.

Zielgruppe:



Mitglieder- und Besucherstruktur:


Alle unsere Angebote und Arbeiten orientieren sich an die Bedürfnisse behinderter Menschen, und zwar vorwiegend an Menschen mit körperlicher oder Mehrfachbehinderung sowie chronisch kranken Menschen.
Altersmäßig weist unsere Mitglieder- und Besucherstruktur zwar eine Bandbreite von 16 bis 84 Jahren aus, mehrheitlich handelt es sich aber um jüngere Menschen mit Behinderung mit hoher Pflegestufe. Die wenigen älteren Mitglieder sind oft auch Angehörige unserer Zielgruppe.

Entwicklungstendenz:


Tendenziell nehmen kontinuierlich mehr Personen mit höherem Pflegeaufwand unsere Freizeitangebote an. Die Teilnehmer- und Besucherfrequenz von Personen mit leichterem Pflegeaufwand geht leicht zurück.
Diese Entwicklung wird sich unserer Ansicht fortsetzen und begründet sich darin, dass es auf Grund des ab 1. Jänner 06 in Kraft getretenen Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes künftig mehr barrierefreie Zugänge zu Freizeit- und Kulturstätten geben wird.
Ein nicht unbeachtlicher Teil jener Personengruppe, die unsere Freizeitaktivitäten in Anspruch nehmen ist in Wohngemeinschaften und Wohnheimen untergebracht und verfügt nur über ein geringes Taschengeld. Ein Großteil unserer Aktivitäten ist daher sehr stark auf die finanziellen Möglichkeiten dieser Zielgruppe ausgerichtet.

Zurück zu der Navigation.

Personelle Situation:



Ehrenamtliche Mitarbeiter:


Unsere personellen Ressourcen bestehen fast ausschließlich aus ehrenamtlichen bzw. freiwilligen Mitarbeitern und bilden somit das Herzstück unserer Vereinsarbeit.
Es hat viel mit der Motivation der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu tun, ob eine Non Profit-Organisation (NPO) funktioniert oder nicht. Und Motivation hat viel damit zu tun, in welchem Maß Mitarbeiter einen Sinn in ihrer Tätigkeit erkennen. Deshalb ist der Erfolg unserer Arbeit auch davon abhängig, in wie weit es uns gelingt die Energien unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter freizusetzen und auf unsere Vereinsziele zu fokussieren.
Zwecks Identifikation mit unserer Vereinsarbeit sind unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter in die Planung und Erbringung von Dienstleistungen sowie in die Qualitätskontrolle einbezogen.
Durch die unzähligen Einsatzstunden unserer vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter tragen wir wesentlich zur finanziellen Entlastung des Sozialsystems bei!
Unser Streben nach neuen Innovationen im Freizeitbereich behinderter Menschen setzt aber auch die Bereitschaft voraus, sich auf neue Arbeitsmethoden einzulassen.

Mitarbeiter auf Honorarbasis:


Die vorwiegend bei Ausflügen, Urlaubsaktionen sowie größeren Veranstaltungen eingesetzten Betreuungskräfte werden auf Honorarbasis abgerechnet, was grundsätzlich nicht nur die kostengünstigste Lösung ist, sondern auch hohe Flexibilität ermöglicht, in dem wir durch ein bestehendes Betreuer-Pool auch kurzfristig auf Betreuungskräfte zurückgreifen können.

Zurück zu der Navigation.

Schulungen:



Angebot:


Da – wie schon erwähnt - unsere Vereinsarbeit größtenteils von ehrenamtlichen Funktionären und Mitarbeitern erbracht wird, ist die Qualität unserer Vereinsarbeit eng mit deren qualitativer Ausbildung verbunden. Durch die Kooperation mit dem Österreichischen Zivilinvalidenverband (ÖZIV) können unsere Funktionäre und ehrenamtlichen Mitarbeiter kostenlos an den Schulungsangeboten des ÖZIV teilnehmen.
Diese Schulungen werden vom Sozialministerium mit € 80.000,-- gefördert. Da diese Schulungen vorwiegend in der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg stattfinden, werden zu den Schulungskosten auch die Hotelkosten, Speisen und Getränke sowie das Kilometergeld bzw. die Bahnkosten übernommen.

Nutzung, Themen:


Das breite Angebot an Schulungen wird von unseren Funktionären zwecks Weiterbildung gut und gerne genutzt. Die Themen beruhen auf folgenden Säulen: Persönlichkeit und kommunikative Fähigkeiten, EDV-Ausbildung sowie dem rechtlichen Bereich (z.B. Behindertengleichstellungsgesetz).
Jeder ehrenamtliche Mitarbeiter und Funktionär bekommt am Jahresbeginn den jährlichen Schulungsplan ausgehändigt und kann sich individuell jene Angebote, die ihn interessieren, auswählen und sich selbst anmelden.

Zurück zu der Navigation.

Freiwilligenpass:



Aufwertung und Anerkennung:


Das Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz hat zur Aufwertung und Anerkennung des freiwilligen Engagements einen „Nachweis über Freiwilligenarbeit“ entwickelt.
Wir nutzen diesen so genannten Freiwilligenpass, um die von freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Mitarbeitern in unserem Verein geleisteten Arbeiten sowie die dabei erworbenen Kompetenzen und Fähigkeiten objektiv zu dokumentieren.

Qualifikationsnachweis:


Dieser Freiwilligenpass gibt unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern eine zusätzliche Qualifikation in die Hand. Dieser Nachweis über Freiwilligenarbeit wird von der Wirtschaftskammer Österreich und dem Arbeitsmarktservice voll unterstützt. Denn jedes Instrument, das Arbeitsuchenden hilft, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen dar zu stellen, ist natürlich auch bei der Vermittlung hilfreich.

Zurück zu der Navigation.

Abstimmung der Angebotsstruktur:



Schaffung neuer Angebote:


Um unsere vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden und finanziellen Ressourcen effizient und nachhaltig einzusetzen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden, legen wir bei all unseren Vereinsaktivitäten im Freizeitbereich großes Augenmerk darauf, nur solche Freizeitangebote zu schaffen bzw. fortzuführen, die in Wien noch nicht oder nicht mehr geboten werden.

Unterscheidung von anderen Anbietern:


Zur Abstimmung unserer strategischen und organisatorischen Ausrichtung versuchen wir in regelmäßigen Abständen, die Unterschiede bzw. die Parallelitäten zu anderen Anbietern von Freizeitaktivitäten unserer Zielgruppe herauszuarbeiten.
Nachstehender Vergleich beruht auf unserem heutigen Wissensstand und spiegelt unsere Sichtweise und Erkenntnisse wider. Wir erheben daher keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit und vollkommene Richtigkeit.
Ordnungshalber wollen wir auch noch darauf hinweisen, dass uns sehr wohl bekannt ist, dass viele Trägervereine ebenfalls Freizeitaktivitäten anbieten, allerdings mit dem Unterschied, dass diese nur für Klienten/Kunden trägereigener Einrichtungen bestimmt sind.

Mitbewerber:


Was unterscheidet uns nun also von uns bekannten Mitanbietern von Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderung bzw. was macht unser Angebot so einzigartig:

Club 21:


Trotz Übernahme des Club 21 durch das Wiener Hilfswerk im Februar 2005 wurden folgende fixe Programmpunkte beibehalten: Professionell geführter Malkurs, Theater- und Leseclub, Tanzen im Sitzen, Klangschalenmediation, Bowling, Workshops für Schauspielinteressierte, monatliches Kamingespräch sowie die Discos. Neu im Programm sind außerdem: Musikclub, Bastelclub, Kochclub und das heitere Gedächtnistraining.
Es handelt sich dabei ausschließlich um Programmpunkte, die unsererseits nicht oder nicht mehr (unsere wöchentliche Disco wurde z.B. wegen Doppelgleisigkeit eingestellt!) angeboten werden. Einzige Parallele stellen die vom Club 21 organisierten Ausflüge dar.
Obwohl nur ca. 3 – 5 % unserer Mitglieder und Besucher die Angebote des Club 21 konsumieren, nehmen wir – insbesondere bei den Ausflügen - Bedacht darauf die Termine aufeinander abzustimmen, so dass eine Teilnahme an beiden Programmangeboten (Club 21 und CBMF) möglich ist.

VAKÖ:


Der Verband aller Körperbehinderten Österreichs (VAKÖ) wurde ebenfalls vom Österreichischen Hilfswerk übernommen, wobei in diesem Fall die Aktivitäten für deren Mitglieder unverändert beibehalten wurden, und sich weiterhin auf ein wöchentliches Treffen im Club Sonnenstrahl im Stadtbahnbogen Währinger Innengürtel 132, ein wöchentliches Turnen sowie 1 – 3 Ausflüge im Jahr beschränken.
Die neu renovierten Clubräumlichen am Währinger Innengürtel werden sowohl für Programmpunkte des Club 21 wie auch für das wöchentliche Treffen des VAKÖ genutzt.
Das vom Verein selbst betriebene Erholungsheim in Schreibersdorf (Burgenland) wurde einer Erneuerung unterzogen sowie ausgebaut und ermöglicht behinderten und pflegebedürftigen Personen eigenständig und doch betreut Urlaub zu machen. Es werden ein- oder mehrwöchige Turnusse angeboten.
Zielgruppe sind ältere Personen mit und ohne Behinderung. Von unseren Mitgliedern nehmen lediglich 2 Personen die Freizeitangebote des VAKÖ an. Wir sehen also weder in der Zielgruppe noch vom Angebot her Überschneidungen.

Wiener Hilfswerk:


Außer den umfassenden Angeboten des Wiener Hilfswerks im Pflege- und Betreuungsbereich und den vielen Nachbarschaftszentren, in denen unzählige Selbsthilfegruppen angesiedelt sind, bietet das Wiener Hilfswerk im so genannten Skydome, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29, bunte
Abende und Kulturprogramme, wie Kabaretts, Gartenfeste, Musik- und Tanzveranstaltungen an.
In den Nachbarschaftszentren selbst werden ebenfalls verschiedenste – teilweise kostenpflichtige - Programmpunkte, wie Töpfern, Fremdsprachkurse, Vernissagen und Fotoausstellungen, verschiedenste Vorträge, Spielnachmittage, Bastel- und Malkurse sowie diverse Ausflüge angeboten und fast ausschließlich von älteren Pensionisten angenommen.
Die oben angeführten Großveranstaltungen im Skydome sind für alle zugänglich und werden nicht nur von Senioren sondern auch von Menschen mit Behinderung genutzt. Hier ist also eine Parallele zu unserem Angebot zu erkennen, was eine Terminabstimmung unverzichtbar macht.

KOBV:


Wie der Vereinsname Kriegsopfer- und Behindertenverband (KOBV) schon vermuten lässt, handelt es sich bei der Zielgruppe vorwiegend um die Vertretung von Kriegsopfern. Da die so genannten Kriegsopfer kontinuierlich aussterben, hat der Verein vor vielen Jahren seine Zielgruppe auf alle Menschen mit Behinderung erweitert, was aber nichts daran geändert hat, dass es sich auch bei dieser Zielgruppe vorwiegend um ältere Menschen mit Körperbehinderung handelt.
Außer umfassender und kompetenter Behindertenberatung werden vom KOBV Landesgruppe Wien und seinen Bezirksgruppen lediglich – je nach Einkommenssituation - vergünstigte Erholungs- und Urlaubsaufenthalte in den vom KOBV im In- und Ausland selbst betriebenen Erholungsheimen angeboten. Weiters betreibt der KOBV mit der Sonderkrankenanstalt Zicksee ein eigenes Rehabilitationszentrum. Es lassen sich daher in der Zielgruppe sowie in der Angebotsstruktur keinerlei Überschneidungen erkennen.

Verein Help:


Der als Sektion des KOBV angesiedelte Verein Help verfügt über eigene Vereinsräumlichkeiten in 1020 Wien, Engerthstr. 150, in denen jeden Montagnachmittag Club-Treffen stattfinden. In unregelmäßigen Abständen werden dort vereinzelt auch Veranstaltungen und Ausflüge angeboten.

Da es sich zwar um eine kleine Gruppierung mit ca. 70 Mitgliedern, aber trotzdem um dieselbe Zielgruppe handelt und einige unserer Mitglieder an den montagnachmittäglichen Treffen teilnehmen, haben wir uns entschlossen unser Kaffeehaus am Montag geschlossen zu halten sowie an diesen Wochentag keine Programmpunkte abzuhalten.

ÖZIV Wien:


Der Mitgliederkreis der Landesgruppe Wien des Österreichischen Zivilinvalidenverbandes (ÖZIV) besteht aus vorwiegend älteren Menschen mit leichter Behinderung und gliedert sich in fünf Bezirksgruppen, nach den neuen Statuten Sektionen genannt.
Die Aktivitäten der fünf Sektionen beschränken sich auf ein monatliches Treffen in einem ausgesuchten gewerblichen Gastronomiebetrieb und zwei kostenlosen Ausflügen im Jahr, die vom Fonds Soziales Wien gefördert werden. Lediglich die Sektion im 12. Bezirk veranstaltet zusätzlich jährlich ein Frühlings- und Herbstfest.
Aufgrund der doch größeren Mitgliederanzahl – ca. 400 Mitglieder – und des im Vergleich minimalen Angebotes nutzen in letzter Zeit immer mehr ÖZIV-Mitglieder auch unsere Freizeitangebote. Eine Abstimmung der monatlichen Treffen und der Ausflüge mit unseren Aktivitäten ist daher nötig und wichtig.

Resümee:


Angebotsstruktur:


Von der Angebotsstruktur lassen sich mit den Organisationen Club 21, VAKÖ, KOBV und ÖZIV lediglich bei den Ausflügen Parallelitäten erkennen. Das Wiener Hilfswerk bietet so wie wir größere Veranstaltungen an; es bedarf daher in beiden Fällen einer terminlichen Abstimmung. Der Verein Help bietet lediglich an jenem Wochentag (Montag) ein wöchentliches Treffen an, an dem wir keine Freizeitangebote mehr durchführen.

Zielgruppe:


In der Zielgruppe unterscheiden wir uns von den Organisationen VAKÖ, KOBV und ÖZIV aufgrund der Alterstruktur und weisen eher mit dem Club 21, Verein Help und dem Wiener Hilfswerk – da aber nur im Bereich Großveranstaltungen - Parallelen auf.

Behinderungsart:


Auch wenn alle genannten Organisationen ihre Angebote auf die Zielgruppe von Körper- und teilweise auch Mehrfachbehinderung ausrichten, erkennen wir doch Unterschiede in der Schwere des Behinderungsgrades.
Bei den Organisationen KOBV, ÖZIV und Verein Help handelt es sich bei der Zielgruppe eher um gehbehinderte Menschen und nur vereinzelten Rollstuhlbenutzern. Bei den Anbietern VAKÖ und Wiener Hilfswerk handelt es sich um einen Mix von Menschen mit leichtem Behinderungsgrad und schwerstbehinderten Menschen mit durchaus höheren Pflegestufen.
Mit dem Club 21 erkennen wir im Bezug auf Zielgruppe und Schwere des Behinderungsgrades insofern Übereinstimmung, dass es sich mehrheitlich um schwerstbehinderte Menschen mit höherem Betreuungs- und Assistenzbedarf handelt.

Zurück zu der Navigation.

Öffentlichkeitsarbeit:



Pressemedien:


Außer unseren unregelmäßig heraus gegebenen Presseaussendungen über unsere Angebote und Highlights unserer Freizeitaktivitäten können wir auf Berichte verschiedenster Zeitungsmedien verweisen. Wir haben einige Presseberichte aus den letzten Jahren gesammelt und in Form eines Pressespiegels diesem Konzept als Leistungsnachweis beigelegt.

www.cbmf.at:


In den vergangenen Jahren wurde an der Überarbeitung und Neugestaltung unserer Homepage weitergearbeitet. Ziel des laufenden Optimierungsprozesses ist die Schaffung einer möglichst benutzerfreundlichen und auf unsere Zielgruppe abgestimmten Informationsquelle.
Der neue Webauftritt des CBMF hat sich in der Zwischenzeit gut etabliert. Der Live-Chat-Bereich wird zu bestimmten Zeitfrequenzen gerne genutzt; unser Veranstaltungskalender wird ebenfalls gerne abgefragt.

Folder:


Der von uns vor drei Jahren völlig neu gestaltete und produzierte CBMF-Folder wird in unserem Sekretariat oder unserem Kaffeehaus so oft angefragt und ist auch auf der jährlich stattfindenden Rathausmesse so ein Renner, dass deren Bestand allmählich zur Neige geht und wir entweder nachproduzieren oder einen neuen Folder entwerfen müssen.

Messeauftritt:


Um Menschen mit Behinderung persönlich auf unsere Vereinsaktivitäten und unser breites Serviceangebot im Freizeitbereich aufmerksam zu machen, sind wir bei der alljährlich gut besuchten Rathausmesse „Jeder für jeden“ nicht nur mit einem Infostand, sondern auch mit unserem Cafe CBMF sowie einer Foto- und Dokumentationsausstellung im großen Wappensaal vertreten.
Bei der 4. Rathausmesse am 29. 8. 2004 war der CBMF zusätzlich mit einer Mobilitätsausstellung vertreten. Mittels großen Infozelts vor dem Rathaus präsentierten wir den neuen Rollstuhlreisebus sowie die neuesten Fahrtendienstfahrzeuge. Als Höhepunkt bekam der CBMF von Bürgermeister Dr. Häupl den „Preis der Menschlichkeit“ verliehen.
Unser Verein wird auch bei der nächsten Rathausmesse „Jeder für Jeden“ am 25. März 07 wieder mit dem Cafe CBMF, einem Infostand sowie einer großen Fotoausstellung repräsentativ vertreten sein.

Zurück zu der Navigation.

Netzwerke:


Dem Wissensaustausch zwischen anderen NPO’s, Politikern aus dem Behindertenbereich und öffentlichen Körperschaften messen wir hohe Bedeutung bei. Intention ist, den Erfahrungsaustausch und eine Weiterentwicklung der Strukturen zu ermöglichen sowie an hand von Good Practice Beispielen zu lernen. Unser Verein ist daher in folgenden wichtigen Gremien und Ausschüssen vertreten:

ÖAR:


Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) ist der Dachverband aller Behindertenvereine und –organisationen, vereinigt 380.000 Mitglieder und ist bezüglich Behindertenfragen der erste Ansprechpartner zu allen öffentlichen Stellen. CBMF-Präsident Widl wurde in der am 12. Mai 2006 abgehaltenen ÖAR-Generalversammlung für weitere 3 Jahre als Präsidiumsmitglied und Kassier wiedergewählt.

Gremien und Ausschüsse:


Über die ÖAR sind wir auch in verschiedenen behindertenrelevanten Gremien, Ausschüssen und Kommissionen (Bundesbehindertenbeirat, Arbeitskreis für Pflegevorsorge, Beiräte in den Sozialversicherungsträgern, etc.) mit einem Sitz vertreten.

Wiener Interessenvertretung:


Seit Jahresbeginn 2006 stellen wir in der gesetzlich verankerten „Wiener Interessenvertretung der behinderten Menschen laut Wiener Behindertengesetz § 46“ den stellvertretenden Vorsitz.

Licht ins Dunkel:


Letztendlich sind wir mit einem Sitz in der Vergabekommission von „Licht ins Dunkel“ vertreten. Mittels regelmäßig stattfindender Sitzungen wird über die Zuerkennung von Spendenmittel aus „Licht ins Dunkel“ für eingereichte Projektanträge entschieden.


Zurück zu der Navigation.

Vermeidung von Doppelgleisigkeiten:


Um die uns vom Fonds Soziales Wien anvertrauten Steuermittel im Rahmen unserer Aufgaben mittels Transparenz so effizient und effektiv wie möglich einzusetzen und den Bedürfnissen und Ansprüchen behinderter Menschen gerecht zu werden, sind wir stets bemüht unsere Leistungserbringung auf Doppelgleisigkeiten und Treffsicherheit zu überprüfen.

Doppelförderung:


Wie schon in einigen Bundesländern praktiziert, wurde mit 1. April 2006 auch in Wien ein zweijähriger Modellversuch der Persönlichen Assistenz mit ca. 20 Personen gestartet. Zusätzlich erhalten ca. 100 Personen mit hoher Pflegestufe vom Fonds Soziales Wien zwecks sanften Einstieges und Erprobung der Persönlichen Assistenz sowie mit dem Ziel, schwerstbehinderten Menschen das Heim zu ersparen, die so genannte „Erhöhte Monatspauschale“.
Da bei vielen unserer Freizeitangebote, insbesondere bei größeren Veranstaltungen, Ausflügen sowie Urlaubsaktionen, die Betreuung und Assistenz von unserem Verein – und zwar mittels Förderung des Fonds Soziales Wien - gestellt wird, würde es bei jenen Personenkreis, die Persönliche Assistenz oder die „Erhöhte Monatspauschale“ beziehen, zu Doppelleistungen kommen.
Aus diesem Hintergrund haben wir erhoben, wie viele Teilnehmer unserer Freizeitaktivitäten oben angeführte Leistung erhalten und dabei festgestellt, dass kein einziger Persönliche Assistenz und zur Zeit nur 14 Personen die erhöhte Monatspauschale erhalten.
Um trotzdem Doppelfinanzierung zu vermeiden haben wir vereinbart, dass diese 14 Personen bei Teilnahme an unserem Freizeitprogramm sich selbst ihre Betreuung und Assistenz organisieren müssen.

Optimierter Ressourcen-Einsatz:


Um unsere Ressourcen, wie Arbeitsstunden ehrenamtlicher Mitarbeiter sowie Spenden- und Fördermittel, wirtschaftlich einzusetzen, hat es sich als sinnvoll erwiesen, vor Umsetzung neuer Freizeitprojekte durch entsprechende Erhebungen und Analysen deren Treffsicherheit zu überprüfen.
Zur Erreichung eines möglichst breiten Nutzungsgrades aller Freizeitangebote, sind wir stets bemüht unseren Veranstaltungskalender so abzustimmen, dass sich für Mehrfachnutzer keine Terminkollisionen ergeben. Nähere Details dazu können im Punkt „Abstimmung der Angebotsstruktur“ nachgelesen werden.

Breite Nutzung:


Unsere Freizeitangebote sollen Teil eines umfassenden Netzwerkes sein, in das unterschiedlichste Einrichtungen mit verschiedensten Angeboten integriert sind. Wir bieten daher unsere Infrastruktur im Freizeitbereich auch anderen Organisationen und Behindertenvereinen an.

Ein Beispiel:


Um vielen Vereinen die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ihre wöchentlichen Club-Treffs sowie die damit verbundenen Fixkosten, wie Miete, Strom, Heizung usw. zu ersparen, bieten wir unser Cafe auch für diese Zwecke an.

Überprüfung der Angebote:


Umgekehrt sind wir nach Überprüfung des Marktes im Freizeitbereich behinderter Menschen zur Erkenntnis gelangt, dass wir Freizeitangebote betreiben, die von anderen Mitbewerbern mit wesentlich mehr Erfahrungshintergrund, und daher professioneller und qualifizierter angeboten werden.

Zwei Beispiele:


So haben wir alle unserer Sportaktivitäten, die wir in den kostenlos zur Verfügung gestellten Sporthallen der Vienna International School durchführten, eingestellt und die Teilnehmer auf die umfassenden und professionellen Sportangebote des Allgemeinen Versehrtensportverbands verwiesen bzw. sie dort hin begleitet.
Ebenso nutzen unsere früheren Discobesucher – unsere Disco haben wir mittlerweile eingestellt! - heute gerne das Angebot des Club 21.

Zurück zu der Navigation.

Qualitätssicherung:


Know-how-Transfer und die damit einhergehende Qualitätssteigerung
sind Erfolgsfaktoren, deren Bedeutung auch in unserer Organisation rasant zunimmt. Permanenter und einfacher Informationszugang beschleunigt die Arbeitsabläufe und fördert die Kooperationsbereitschaft sowie den gegenseitigen Erfahrungsaustausch.
Ein effektives und effizientes Wissensmanagement sowie laufende Qualitätssicherung bringen erheblich Vorteile mit sich, die den Erfolg einer NPO maßgeblich mitbestimmen. Deshalb unterziehen wir die Qualität unserer Freizeitangebote einem stetigen Optimierungsprozess und stimmen sie mit den sich laufend ändernden Rahmenbedingungen ab.

Messbarkeit der Angebotsqualität:


Der nachhaltige Erfolg unseres umfassenden Freizeitangebotes lässt sich am besten anhand der belegten Angebotsnutzung und Besucherfrequenz messen.
Um nachvollziehbare Grundlagen für die Verbesserung und Weiterentwicklung der gesamten Leistungsqualität unserer Freizeitangebote zu erhalten, führen wir Aufzeichnung darüber wer, wann und in welchen regelmäßigen Abständen unsere unterschiedlichsten Freizeitangebote in Anspruch nimmt, um diese statistisch auswerten zu können.

Auszeichnungen für unsere Arbeit:


Auch Preise und Anerkennung sind Ausdruck für die von außen wahrgenommene Qualität unserer Leistungen und Angebote.

Preis der Menschlichkeit:


So hat der CBMF als Höhepunkt der am 29. August 2004 stattgefundenen Rathausmesse den „Preis der Menschlichkeit“ vom Land Wien als Würdigung für die über die Grundbedürfnisse hinausgehenden Freizeitprojekte, die mit und für Menschen mit Behinderung ermöglicht werden, erhalten.
Dieser Preis wurde im großen Festsaal durch Bürgermeister Dr. Michael Häupl überreicht und für den Verein CBMF von Präsident Widl mit Dankesworten für die große Auszeichnung in Empfang genommen.

Internationale Auszeichnung:


Vom internationalen Behindertenverband FIMITIC wurden wir im Jahr 2000 für unser Projekt „Integrationscafè“ mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Dieser Preis wird für die innovativsten Projekte im EU-Raum für Menschen mit Behinderung vergeben.

Feedbackrunden:


Um all unsere Freizeitangebote kundenorientiert ausrichten zu können, finden in unserem Cafe CBMF regelmäßige Feedbackrunden statt, in denen unsere Besucher ihre Anliegen, Wünsche und Anregungen mitteilen.
Zusätzlich haben wir auf unserer Homepage rund um die Uhr einen so genannten Live-Chat-Bereich eingerichtet, um Mitgliedern, Besuchern, Funktionären und ehrenamtlichen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben sich auszutauschen. Dieser Live-Chat-Bereich kann kostenlos benutzt werden.

Funktionärsschulungen:


Um eine effiziente und nachhaltige Umsetzung unserer Vereinsziele zu erzielen ist eine qualitative und umfassende Ausbildung unserer ehrenamtlichen Funktionäre unerlässlich und stellt einen wesentlichen Schwerpunkt des Qualitätssicherungsprozesses dar.
Wir bieten unseren freiwilligen Mitarbeitern daher ein breites Weiterbildungsangebot, ca. 15 - 20 Schulungen jährlich, insbesondere im Bereich „Persönlichkeit und kommunikative Fähigkeiten“, an. Dieses Schulungsangebot wird von unseren ehrenamtlichen Funktionären gut angenommen. Nähere Details dazu finden Sie im Punkt „Schulungen“.

Methodik:


Einige unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter haben vor vier Jahren eine Coaching- sowie eine umfassende Fachausbildung für Behindertenberatung absolviert und die Ausbildung erfolgreich mit dem Coaching-Diplom abgeschlossen.
Diese Spezialausbildung und Methodik sowie deren Erfahrungshintergrund erleichtern nicht nur den Problemlösungs- sowie den internen und externen Kommunikationsprozess, sondern sorgen für hohe Beratungssensibilität sowie für sensibilisiertem Umgang mit laufenden Feedbacks unserer Angebotsnutzer, die als Qualitätsindikator unseres Angebots dienen.
Die bisher eingelangten Rückmeldungen und Ergebnisse bestärken uns in der Überzeugung, dass diese Ausbildung und Methodik langfristig wesentlich dazu beiträgt, behinderten Menschen den Weg zu mehr Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Integration zu ebnen.

Leistungs- und Fähigkeitsnachweis:


Der vom Sozialministerium entwickelte Freiwilligenpass wird unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern zwecks Aufwertung und Nachweis ihres freiwilligen Engagements ausgestellt. Damit wird nicht nur ihre in unserem Verein geleistete Arbeit, sondern auch die dabei erworbenen Kompetenzen und Fähigkeiten objektiv dokumentiert. Eine ausführliche Darstellung darüber finden Sie im Punkt „Freiwilligenpass“.


Zurück zu der Navigation.

Zielsetzung, Ausrichtung:



Grundsätzliches Ziel:


Unser Grundziel ist es, mittels Aufbau einer Infrastruktur im Freizeitbereich sowie durch Beratung und Begleitung Menschen mit Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben, integriert in die Gesellschaft, unter Berücksichtigung der persönlichen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche zu ermöglichen.

CBMF - Sekretariat:


Zur Erfüllung sämtlicher Aufgaben steht den Organen des CBMF ein Sekretariat mit bürotechnischer Infrastruktur zur Verfügung. Dieses dient als Anlaufstelle für alle Fragen, Anregungen und Probleme, die von den Mitgliedern und anderen Nutzern unserer Freizeitaktivitäten an den CBMF herangetragen werden.

Aufgabe ist die Koordination aller Vereinsaktivitäten sowie der ehrenamtlichen und auf Honorarbasis tätigen Mitarbeiter.

Ausrichtung unserer Freizeitangebote:


  • Der Aspekt der sozialen Eingliederung unter Bedachtnahme auf die Entfaltung der Persönlichkeit ist uns besonders wichtig.
  • Neben sinnvoller und selbstbestimmter Freizeitgestaltung zählt das Erlernen, Aufrechterhalten und Aktivieren der Alltagskompetenz sowie die Integration ins gesellschaftliche Leben zu unserem Vereinsziel.
  • Wir gehen von dem Prinzip aus, dass unsere Besucher, Ausflugs- und Reiseteilnehmer selbst am besten wissen, was für sie gut und sinnvoll ist, wo und in welcher Form sie unsere Unterstützung benötigen. Die Angebotspalette unserer Freizeitaktivitäten ist somit eng an den Wünschen der Teilnehmer, an ihrem Alltagsleben, an ihrem sozialen Umfeld und an ihren Möglichkeiten orientiert.


Zurück zu der Navigation.

Zentrale Leistungselemente zur Zielerreichung:
(qualitativ und quantitativ):



Veranstaltungskalender:


Zusätzlich zu unserem ständigen Freizeitangeboten für Menschen mit Behinderung führen wir jährlich zwischen
40 - 45 Veranstaltungen, 20 - 30 Ausflüge sowie 2 - 3 Urlaubsaktionen durch. Mittels regelmäßigen erscheinenden Veranstaltungskalender informieren über unser breites Angebot an integrativen Freizeitaktivitäten.
Aus organisatorischen sowie aus Kapazitätsgründen müssen sich alle Teilnehmer zu unseren im Veranstaltungskalender ausgeschriebenen Aktivitäten entweder telefonisch bzw. per Mail in unserem Sekretariat oder im
Cafe CBMF anmelden.
Der Veranstaltungskalender kann auch auf unserer Homepage
www.cbmf.at abgefragt werden.

Veranstaltungen, Feste:


Verschiedenste Veranstaltungen:


Wie bereits erwähnt organisiert und führt unser Verein jährlich ca. 40 – 45 Veranstaltungen durch. Ob durchgeführte Veranstaltungen in gleichmäßigen Abständen wiederholt angeboten werden, richtet sich nach deren Besucherfrequenz. Beispiele für gut besuchte und daher regelmäßig stattfindende Veranstaltungen der vergangenen Jahre sind:
  • Karibik-Abend
  • Frühschoppen mit Preisschnapsen
  • Heuriger
  • Spielenachmittage

Grillfeste auf der Donauinsel:


Tradition und hohe Besucherfrequenz hat unser jährlich stattfindendes Grillfest auf der Donauinsel. Die Standorte der Grillplätze werden nach Nähe einer barrierefreien Toilette ausgewählt.
Um die Teilnehmer, trotz allgemeinen Fahrverbots auf der Donauinsel, mit dem Fahrtendienst bequem von zu Hause zum Grillplatz befördern zu können, reichen wir jedes Jahr rechtzeitig beim zuständigen Magistrat um Ausnahmegenehmigung ein.

Großveranstaltungen:


Bei unseren unregelmäßig stattfindenden Großveranstaltungen sind wir auf barrierefreie Räumlichkeiten angewiesen, die auch bei großzügiger Tischgestaltung (Durchfahrtsmöglichkeiten für Rollstuhlbenützer) eine Platzkapazität für bis zu 200 Personen zulässt. Für größere Veranstaltungen nutzen wir daher vorwiegend das Haus der Begegnung Leopoldstadt sowie das Haus der Begegnung Brigittenau; nicht nur wegen deren Barrierefreiheit, wir werden auch bei den Mietkosten großzügigst von den jeweiligen Bezirksvorstehern unterstützt.
Wie Sie aus beiliegendem Pressespiegel ersehen können, stehen unsere Großveranstaltungen und Feste meist unter dem Ehrenschutz von politischen Vertretern und werden von Sozialpolitikern auch gern zum Kommunikationsaustausch mit behinderten Menschen genutzt. In der Vergangenheit überdurchschnittlich gut besuchte Feste und Veranstaltungen waren:
  • unsere Sommerfestivals
  • Kabarett-Abende, Travestie- und Zaubershows
  • alle drei Country-Festivals
  • sowie unsere Weihnachtsfeiern

Außernatürliche Veranstaltungen:


Manchmal kommt es vor, dass wir kurzfristig eine außernatürliche, also nicht geplante, Veranstaltung einschieben.
Aktuellstes Beispiel: Die Route der am 23. Sept. 06 stattgefundenen Oldtimerralley „Preis des Bürgermeisters von Wien“ wurde auf unserem Wunsch hin kurzfristig so umdisponiert, dass Menschen mit Behinderung das Rennen der historischen Automobile hautnah mitverfolgen konnten; mussten durch die Änderung der Route doch alle Oldtimer den Kontrollpunkt Cafe CBMF passieren.
Da kurzfristig eingeschobene Veranstaltungen selbsterklärend nicht im ausgesandten Klubprogramm angeführt sein können, ist ein regelmäßiger Blick auf den Veranstaltungskalender unsere Homepage unumgänglich, um von diesen Kenntnis zu erlangen. Die große Teilnehmeranzahl an der Oldtimerralley bestätigt, dass dies der Fall zu sein scheint.

Infoveranstaltung:


Unterstützend zu unseren Beratungen organisieren wir Infoveranstaltungen und Diskussionsrunden. Im Jahr 2006 haben wir beispielsweise Vorführungen von Rehabilitationsmittel und Gesundheit abgehalten. Für Vorträge über „Selbstbestimmt Leben“, „Persönliche Assistenz“ und „Erhöhte Monatspauschale“ konnten wir Vortragende, wie Andreas Öchsner von Kompetenzzentrum und Martin Ladstädter von Beratungszentrum Bizeps gewinnen.

Geburtstagsfeste:


Wir organisieren in unserem Cafe persönliche Geburtstagspartys mit Buffet, Live-Musik, Dekoration, Geburtstagstorten, etc. Unser Part ist dabei lediglich die Organisation; die Abrechnung des Buffets, der Musik, usw. erfolgt in Eigenverantwortung.

Discos:


Um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden wurden unsere regelmäßig stattfindenden Freitag-Discos auf Grund des parallelen Angebots von Club 21 vor einigen Jahren eingestellt.

Schwimmbad und Sauna:


Neun Jahre lang konnten wir jeden Montag in der Sportanlage des Finanzministeriums, 1020, Ichmanngasse 1, das barrierefrei zugängliche Schwimmbad sowie die Sauna kostenlos benutzen. Da das Finanzministerium diese Sportanlage seit einiger Zeit nicht mehr betreibt, wurde das Projekt eingestellt.

Ausflüge:


Tages- bzw. Mehrtagesausflüge:


Wegen des großen Interesses an unseren Tagesausflügen und den zugleich begrenzten Platzkapazitäten – die Platzkapazität im Rollstuhlreisebus hängt von der jeweiligen Teilnehmeranzahl von Rollstuhlbenützern ab – sind unsere ausgeschriebenen Ausflüge oft schon eine Woche nach Versand des Veranstaltungskalenders ausgebucht, so dass es immer wieder vorkommt, dass wir Interessenten auf den nächsten Ausflug vertrösten müssen.
Unser Verein organisiert und führt jährlich ca. 20 – 30 Ausflüge durch. Einige Ausflugs-Highlights der vergangenen Jahre waren bzw. sind nach wie vor:
  • 3-tägige Salzkammergutrundfahrt
  • Jährliche Fahrt zur Musikantenparade nach Hartberg
  • Tagesausflüge am Stubenbergsee
  • Pusztafahrten Neusiedlersee mit Schiff und Pferdewagen
  • Verschiedenste Donauschifffahrten
  • Heurigenbesuche in der Umgebung von Wien

Kulturelles:


Auch kulturell Interessierte kommen nicht zu kurz, gehören doch Museumsbesuche, Ausstellungen, Besichtigungen von diversen Burgen und Schlössern, diverse Führungen, Teilnahme an Konzerten sowie Kinobesuche ebenfalls zu unserem Standardprogramm. Highlights waren:
  • Besuch des Kameltheaters
  • Mörbischer Seefestspiele
  • Besuch der Studios des ORF-Zentrums
  • Besichtigung Flughafen Wien
  • Winnetou-Festspiele

Regelmäßige Angebote:


Es werden außerhalb des Veranstaltungskalenders in regelmäßigen Abständen Einkaufsfahrten nach Ungarn, Tschechei oder ins Outlet-Center nach Parndorf in Kleingruppen organisiert und durchgeführt. Interessenten melden sich im CBMF-Sekretariat an; sobald genügend Anmeldungen eingelangt sind, wird ein Termin angesetzt.

Reisen, Urlaubsangebote:


Integrative Angebote:


Mit dem neuen und völlig barrierefreien Reisebus führen wir jährlich zwei bis drei betreute Reisen durch. Die letzten Reisen führten uns eine Woche durch die Toskana sowie zu einem einwöchigen Urlaubsaufenthalt nach Jesolo mit Schifffahrten zur Lagunenstadt Venedig sowie zu den Inseln Murano und Burano. Ende September 06 fand eine fünftägige betreute Rundreise durch Tirol statt.

Unterstützter Urlaub:


Für alle jene, die – aufgrund ihrer familiären oder/und finanziellen Situation - keine Möglichkeit haben, Urlaub zu machen, führt unser Verein 1 x im Jahr einen unterstützten Urlaub durch. Im Rahmen unserer finanziellen Situation versuchen wir diese Kosten abzudecken. Größere Spenden und sonstige Einnahmen haben dies in den letzten Jahren möglich gemacht.
So mieteten wir uns für diesen Zweck mehrmals ein komplettes Ferienhaus am Mondsee an. Dieses Ferienhaus ist völlig barrierefrei und verfügt über einen hauseigenen Badestrand sowie einen elektrischem Badelifter am See.
Einige Male verbrachten wir unseren unterstützten Urlaub im behindertengerechten „Hotel Michlhof“ in Lafnitztal, was den Vorteil hatte, dass wir uns bei Bedarf Betreuungspersonal vor Ort zukaufen konnten.

Weihnachtfeier mit BP Fischer in der Hofburg:


Seit Gründung unseres Vereines vor 12 Jahren hat Dr. Heinz Fischer immer wieder Zeit gefunden, einige gemeinsame Stunden mit unseren Mitgliedern zu verbringen. Bei der im Jahr 2004 abgehaltenen Jubiläumsfeier „10 Jahre CBMF“, bei deren Festakt auch Bundespräsident Dr. Fischer anwesend war, entstand erstmals die Idee, den jährlichen Weihnachtsempfang des Bundespräsidenten in der Hofburg ein wenig umzugestalten.
Unser Verein erarbeitete daraufhin in Zusammenarbeit mit SPÖ-Behindertensprecherin Abg.z.NR Mag. Christine Lapp neue Ideen und hat diese in Form eines Konzeptes an BP Dr. Fischer herangetragen. Nach einem im Parlament stattgefundenen Treffen (Hr. Dr. Langer und Frau Dr. Thiemer von der Bundespräsidentschaftskanzlei, Frau Abg. Mag. Lapp und Präsident Widl) ist schließlich der Entschluss gereift, das Konzept unseres Vereines „Jährliche Weihnachtsfeier mit dem Bundespräsidenten in der Hofburg“ umzusetzen.
Besonders die Gestaltung des Rahmenprogramms durch selbstbetroffene Künstler fand großen Anklang. Am 15. Dezember 2006 fand die von uns konzipierte Weihnachtsfeier mit dem Bundespräsidenten und seiner Gattin zum dritten Mal statt.

Homepage und Chatroom:


Auf unserer Home-Page kann nicht nur der gesamte Veranstaltungskalender abgefragt, Fotos über Highlights vergangener Aktivitäten runter geladen, verschiedenste Informationen abgerufen oder Anmeldungen zu einzelnen Programmpunkten vorgenommen werden; es wurde zusätzlich ein kostenloser Live-Chat-Bereich eingerichtet, in dem unsere Mitglieder online miteinander kommunizieren können.

Integrationscafe CBMF:


Meilenstein:


Nach kontinuierlicher Aufbauarbeit ist es uns gelungen, einen Meilenstein im integrativen Freizeitbereich zu setzen. Am 6. April 2000 eröffneten wir in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste „Wiens erstes behindertengerechtes Integrationscafe“.

Unser Cafe ist nicht nur den Anforderungen eines gastgewerblichen Betriebes (Erfüllung aller behördlichen Auflagen) entsprechend professionell eingerichtet, sondern auch komplett behindertengerecht (Behinderten-WC’s, Bar auf Rollstuhlhöhe abgesenkt und unterfahrbar, etc.) ausgestattet.

Ausrichtung des Cafes:


Sinn unseres Cafes ist es, behinderten Menschen die Möglichkeit zu bieten, ohne Begleitung – und somit auf keine fremde Hilfe angewiesen zu sein – mit dem Freizeitfahrtendienst ein öffentliches Kaffeehaus aufzusuchen, in der Zuversicht die nötige behindertengerechte Ausstattung sowie verständnisvolle Betreuung vorzufinden.
Schließlich fällt vielen Menschen mit Behinderung der Kontakt zu Mitmenschen oft schwer. Unser Cafe soll als Kommunikationstreffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung helfen diese Barrieren zu überwinden.

Unser Cafè bietet:


  • komplett behindertengerechte Ausstattung
  • Behindertenparkplätze vor dem Cafè
  • modernste Einrichtung
  • integrative Atmosphäre
  • gemütliches Ambiente
  • gesellige Veranstaltungen
  • Zentrumsnähe (nahe 1. Bezirk)
  • hilfsbereites Mitarbeiter-Team

Moderate Preisgestaltung:


Sehr viele unserer Cafe-Besucher sind in Wohngemeinschaften untergebracht und verfügen nur über ein geringes Taschengeld. Um gerade diesem Personenkreis öfters Kaffeehausbesuche und damit einen Kommunikationstreffpunkt zu gewährleisten, haben wir unsere Preise entsprechend moderat gestaltet. Mit den Einnahmen aus dem Kaffeehausbetrieb können daher nicht einmal annähernd die Fixkosten, wie Miete, Strom, Heizung, Versicherung, etc. bestritten werden.

ErhöhterReparatur- und Reinigungsaufwand:


Ausgabenseitig zeigt sich, dass der Reparaturaufwand (durch die hohe Frequenz von Elektrorollstuhlbenützern werden Einrichtungsgegenstände des Öfteren beschädigt) sowie der Reinigungsaufwand unseres Behindertencafés extrem hoch sind.

Internet-Cafe:


Kostenloses surfen:


Mit den Entwicklungen am Hilfsmittelsektor sind der Computer und das Internet zu einem wichtigen Instrument für behinderte Menschen geworden.
Um unseren Mitgliedern sowie auch anderen behinderten Menschen den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien zu erleichtern, startete unser Verein mit Jahresbeginn 2001 die von uns lang geplante Technologieoffensive Internet-Cafe.

Internetschulungen:


Durch dieses Projekt können behinderte Menschen in unserem Cafè nicht nur kostenlos surfen sondern bei den zahlreich von uns durchgeführten kostenlosen Schulungen Kenntnis im Umgang mit Internet erlernen.
Unser Ziel war und ist es, Menschen mit Behinderung mit dem Kommunikationsmedium Internet soweit vertraut zu machen, dass sie wesentliche Lebensbereiche selbstbestimmt – ohne fremde Hilfe - ausführen können: Von zu Hause Einkäufe tätigen, Bankwege erledigen, den Fahrtendienst zu bestellen, u.v.a.m.

Projektunterbrechung:


Da in unserem Internetcafe kürzlich zum zweiten Mal eingebrochen und sämtliche Computer und Peripheriegeräte gestohlen wurden, ist das Projekt Internetcafe vorübergehend eingestellt.



Anlaufstelle für Wiener Touristen:


Touristische Angebote für mobilitätsbeeinträchtigte Gäste gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dem tragen auch verschiedene Einzelinitiativen, Vereine und Verbände Rechnung. Was aber in Wien gefehlt hat ist eine zentrale Informationsmöglichkeit bzw. eine Koordinationsstelle.
Unser Kaffeehaus steht daher auch als Erstkontaktadresse für behinderte Touristen nach dem Berliner Modell „Cafe Max“ zur Verfügung. Ziel dieses Projektes ist es qualitative Auskünfte über barrierefreie Hotels, Lokalitäten, Sehenswürdigkeiten, Beförderungsmittel, etc. zu geben.

Vier CBMF-Mobilitätsprojekte:


Behinderung geht häufig mit eingeschränkter Mobilität einher. Das maximal erreichbare Ausmaß von Mobilität ist entscheidend für die Lebensqualität behinderter Menschen und damit ein Gradmesser der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Ausschlaggebend sind gut abgestimmte und an das Individuum angepasste Hilfsmittel. Ebenso ist die Barrierefreiheit von Umwelt, Gebäuden und Verkehrsmitteln wesentlich.
Dieses Faktum und die Tatsache, dass für die Qualität unserer Freizeitaktivitäten entsprechende Mobilitätsangebote unerlässlich sind, haben uns bewogen, folgende Mobilitätsprojekte umzusetzen:

Barrierefreier Reisebus:


Ausgangssituation:


Im Jahr 2001 ist durch den Konkurs des Busunternehmens Peter-Bus der einzig halbwegs barrierefreie Reisebus vom Wiener Markt verschwunden. Die Tatsache, dass im Wiener Raum kein einziges Reisebusunternehmen über einen behindertengerechten Reisebus verfügte, führte zur Einschränkung der Mobilität vieler gehbehinderter Menschen.
Das von Wien aus naheste Busunternehmen, welches über einen rollstuhltauglichen Reisebus in ihrem Fuhrpark verfügte, war die Firma Wallner in Aspang (NÖ). Wurde dieser Bus von einer Wiener Behindertenorganisation geordert, entstanden durch die Busanfahrt und -rückfahrt enorme Leerkilometer die zu erheblichen Mehrkosten führten. Diese finanzielle Mehrbelastung führte zu der unerträglichen Situation, dass viele Vereine Probleme hatten, ihre jährlichen Ausflugs- und Urlaubsfahrten durchzuführen.

Lösung durch neues CBMF-Projekt:


Um dieser unglücklichen Situation entgegenzuwirken haben wir ein umfassendes Konzept „Reisebus nach dem neuesten Stand von Barrierefreiheit“ erarbeitet.
Da sich in Mitteleuropa unsere Ideen technisch nicht umsetzen ließen, reisten wir zweimal nach Skandinavien und wurden fündig. Mit einer klaren Vorstellung innovativer Adaptierungen eines barrierefreien Reisebusses nach Wien zurückgekehrt, begaben wir uns in der Wiener Busbranche auf die Suche nach möglichen Kooperationspartnern. Das Reisebusunternehmen Gschwindl erklärte sich, unter der Voraussetzung, dass wir für die Kosten des barrierefreien Umbaus (€ 55.000,--) Sponsoren finden, bereit unser Konzept umzusetzen.
Im Oktober 2003 wurde der adaptierte Reisebus im Innenhof des Museumsquartiers im Beisein vieler politischer- und Medienvertreter durch Frau Dr. Margot Klestil-Löffler erstmals präsentiert. Ab sofort war es unserem Verein, und natürlich auch allen anderen Wiener Behinderorganisationen, wieder möglich einen barrierefreien Reisebus zu branchenüblichen Reisebustarifen ohne Mehrkosten anzumieten.

Pilotprojekt übernommen:


Bereits Anfang 2005 wurde von Postbus unser Konzept angefordert und letztendlich unser Pilotprojekt 1:1 übernommen, sodass es seit Oktober 2005 in Österreich einen zweiten Reisebus - allerdings in Salzburg - gibt, der über einen elektrischen Einstiegs-Hebelift, eingebautes Behinderten-WC und einem elektrischen Schwebesitz (dieser führt von der ersten Sitzreihe bis ins Behinderten-WC) verfügt.

Fahrtendienst:


Da für alle unsere Freizeitprojekte ein gut funktionierender Fahrtendienst von wesentlicher Bedeutung ist und uns die qualitative Mobilität unserer Mitglieder sehr wichtig ist, haben wir uns entschlossen ab 1. Jänner 2002 die Freizeitfahrten für unsere Mitglieder in Kooperation mit einem Fahrtendienst-Vertragspartner selbst zu organisieren.
Die reibungslosen Abläufe all unserer Freizeitaktivitäten sowie die vielen positiven Rückmeldungen bestätigen den Erfolg dieses Projektes. Fahrtbestellungen können am selben Tag, oft sogar bis zu fünfzehn Minuten vor Fahrtantritt entgegengenommen und durchgeführt werden.



Graf Carello-Verleih:


Der ÖZIV hat im August 2005 beim Sozialministerium ein Mobilitätsprojekt eingereicht und letztendlich auch umgesetzt. Zwecks Mobilitätssteigerung gehbehinderter Menschen wurden um ca. € 70.000,-- neue Graf Carellos angekauft.
In Wien werden die Elektrofahrzeuge vom Verein CBMF an mobilitätsbeeinträchtigte Menschen kostenlos verliehen. Die betreffenden Personen erhalten durch die Firma Graf Carello eine individuelle Einschulung und Testfahrt.
Das Cafe CBMF bietet sich durch die Nähe zur Innenstadt und den Naturerholungsgebieten Prater Allee, Augarten und Donauinsel bestens als Verleihstandort an. Die Graf Carellos werden von mobilitätseingeschränkten Personen aber auch sehr gerne für ausgedehnte Einkaufsfahrten in weitläufigen Einkaufszentren (SCS, SCN, Donauzentrum, Gasometer, etc.) genutzt.

Kostenloser Rollstuhlverleih:


Der kostenlose Verleih unserer im Jahr 2005 neu angeschafften Rollstühle und Rollmobile findet großen Anklang. Besonders wenn der eigene Rollstuhl oder das eigene Rollmobil eines Mitgliedes kaputt geht oder defekt ist, wird unser Verleihservice gerne in Anspruch genommen.
Aber auch bei unseren diversen Ausflügen und Urlaubsaktionen hat es sich schon mehrfach bewährt, Ersatzrollstühle sowie Ersatzrollmobile mitzuhaben, da eine rasche Reparatur vor Ort meist nicht gewährleistet werden kann.

Beratung:


Beratungsmethodik:


Eine Besonderheit ist unsere hohe Beratungssensibilität durch teilweise ausgebildete Coaches. Speziell ausgebildete Berater, selbst betroffene Personen, arbeiten nach dem Prinzip „Betroffene beraten Betroffene (Peer Counseling)“. Dieser gemeinsame Erfahrungshintergrund erleichtert den Problemlösungsprozess.

Mitgliederservice Beratung:


Durch Beratung und Unterstützung seitens unserer Funktionäre konnte vielen unserer Mitglieder in verschiedensten sozialen Angelegenheiten geholfen werden. Unsere Beratungstätigkeit beschränkt sich vorwiegend auf die Bereiche Freizeit und Mobilität, wie. z.B.:
  • Behindertenausweis zwecks Vergünstigungen
  • Behindertengerechte Kulturstätten und Hotels
  • Behindertensport
  • Steuerfreibeträge wegen Behinderung
  • Ansuchen und Ausstatten von Behindertenwohnungen
  • Fahrpreisermäßigungen
  • Befreiung von der Parkometerabgabe
  • Normverbrauchsabgabenrefundierung
  • Befreiung von der KFZ-Steuer
  • Zuschüsse bei Ankauf eines KFZ
  • PKW-Umbauten
  • Parkbegünstigung für schwer gehbehinderte Menschen
  • Fahrschule und Führerschein für behinderte Menschen
  • Barrierefreie Reisebusse
  • Wiener Behindertenfahrtendienste
  • u.a.m.

Gleichstellungsberatung:


Wir beraten Restaurants, Kaffeehäuser, Kulturstätten und Wiener Freizeitbetriebe im Rahmen des mit 1. Jänner 2006 in Kraft getretenen Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes (BBGStG) in Sachen Barrierefreiheit und Zugänglichkeit für ALLE Menschen.
Unser im Jahr 2000 umgesetztes Projekt „Erstes barrierefreies Kaffeehaus“, für welches wir eine internationale Auszeichnung erhielten, dient als Vorzeigebetrieb für barrierefreie Ausstattung.
Weiters beraten wir im Bereich „Öffentlicher Verkehr“ und „Gelegenheitsverkehr“ tätige Unternehmen bezüglich Umsetzung der Etappenpläne im Bereich Verkehr gemäß BBGStG.

Barrierefreier Tourismus:


Auf welche Dinge sollten speziell gehbehinderte Menschen oder Rollstuhlbenutzer vor Antritt einer Reise achten? Wir beraten und geben wichtige Tipps, wie z.B. Anforderung des Rollstuhlservice bis 48 Stunden vor Abflug, Anpassung der Reisegebäckversicherung an Hilfsmittelwert, pannensichere Rollstuhlreifen, u.v.a.m.

Service CBMF-Datenbank:


Mittels regelmäßig aktualisierter und um eine Reihe zusätzlicher Suchkriterien erweiterter Datenbank sind servicerelevante Daten von Mitgliedern erfasst, die die Suche nach unterschiedlichsten Kriterien ermöglicht. Diese Suchmöglichkeiten werden nicht nur genutzt, um unseren Mitgliedern beispielsweise zum Geburtstag zu gratulieren, sondern unterstützen uns auch bei unserer Beratungstätigkeit.

Zwei Beispiele:


1) Pflegende, die einen nahen Angehörigen mit einer Pflegestufe 3 – 7 pflegen, können sich begünstigt (DG-Anteil zahlt der Bund) weiterversichern. Durch das Suchkriterium „Höhe der Pflegestufe“ konnten wir Mitglieder gezielt auf diese Neuerungen aufmerksam machen.
2) Wiener mit Pflegestufe 5, 6 und 7 (in Ausnahmefällen auch 3 und 4) können beim Fonds Soziales Wien um „Persönliche Assistenz“ oder „Erhöhte Monatspauschale“ ansuchen. Ausgeschlossen von dieser Leistung sind: Pensionisten, Personen mit Sachwalter und jene die bereits in Institutionen untergebracht sind. In diesem Fall führten die Suchkriterien Pflegestufe, Geburtsdatum, Sachwalter ja/nein sowie geförderter Wohnplatz zum gewünschten Ziel, alle anspruchsberechtigten Mitglieder rauszufiltern und zu informieren.

Zurück zu der Navigation.